Protected Bike Lanes (kurz: PBL, deutsch: Geschützte Radfahrstreifen) sind ein vom ADFC aus Nordamerika importiertes Konzept.

Protected Bike Lanes (kurz: PBL, deutsch: Geschützte Radfahrstreifen) sind ein vom ADFC aus Nordamerika importiertes Konzept. © Evans/ADFC

ADFC fordert: #mehrPlatzfürsRad während der Corona-Pandemie

 

Andere Städte machen es vor: Berlin und Wiesbaden, New York und Bogota weisen in der Corona-Krise temporär Radstreifen aus.

 

Andere Städte machen es vor: Berlin und Wiesbaden, New York und Bogota weisen in der Corona-Krise temporär Radstreifen aus. In Hannover ist das auch möglich, damit noch mehr Menschen ohne vermeidbares Infektionsrisiko mit dem Rad unterwegs sein können.

Die Corona-Pandemie zeigt inzwischen deutliche Auswirkungen auf die Mobilität der Menschen in Hannover. Viel weniger Menschen nutzen ihr Auto, Busse und Bahnen haben den Takt ausgedünnt, dafür sind mehr Menschen zu Fuß und mit dem Rad unterwegs. „Hannover muss jetzt schnell reagieren und den Menschen, die zu Fuß oder auf dem Rad unterwegs sind, mehr Platz zur Verfügung stellen. Nur dann können alle den vorgeschriebenen Abstand wahren“, sagt Eberhard Röhrig-van der Meer, Sprecher des ADFC Hannover. Gerade jetzt sind Fahrten mit dem Rad eine geeignete Alternative und werden von Mediziner*innen und dem Bundesministerium für Arbeit ausdrücklich empfohlen.

„Wir schlagen vor, dass Hannover auf diese neuen Gegebenheiten mit zeitweiligen Veränderungen im Verkehrssystem kurzfristig reagiert“, so Röhrig-van der Meer. „Hannover hat mit temporären Radwegen wie zum Maschseefest gute Erfahrungen gemacht.“ Erste Maßnahmen wurden in Bogota und New York ergriffen. Inzwischen haben in Deutschland Berlin aber auch Wiesbaden und Leipzig ebenfalls temporäre Radspuren eingerichtet.

Um mehr Menschen sicheres Radfahren zu ermöglichen, schlägt der ADFC Hannover vor:
 

  • Umwidmung von Autospuren in geschützte Radspuren
    Diese sollten z.B. auf mehrspurigen Hauptverkehrsstraßen mit unzureichenden Radwegen auf der Nebenanlage, wie der Hildesheimer oder der Vahrenwalder Straße, am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer, Marienstraße oder an Baustellen ausgewiesen werden.
  • Ampelschaltungen auf Fuß- und Radverkehr einstellen
    An vielen Ampeln sind die Wartezeiten für Fuß- und Radverkehr weiterhin sehr lang, obwohl weniger Autos unterwegs sind. Dies erhöht die Unfallgefahr und führt zu gedrängten Wartesituationen (zum Beispiel am Küchengarten). Die Stadt hat in den vergangenen Jahren viel in eine moderne Verkehrssteuerung investiert. Damit können jetzt Wartezeiten an Überquerungen reduziert werden, eine die "Grüne Welle" auf den Radverkehr eingestellt werden. Bettelampeln per Knopfdruck müssten schon aus hygienischen Gründen umgestellt werden, wie es beispielsweise in Sydney aktuell umgesetzt wird. Ein Umschalten der Ampeln auf gelbes Blinklicht kann eine temporäre Alternative sein.
  • Anordnung von Tempo 30
    Zusätzlich ist zur Reduktion von Unfällen eine flächendeckende Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h im Stadtgebiet von Hannover sinnvoll. Damit lassen sich sowohl die Einsatzkräfte der Polizei als auch die Krankenhäuser entlasten.

 


https://hannover-stadt.adfc.de/pressemitteilung/adfc-fordert-mehrplatzfuersrad-waehrend-der-corona-pandemie

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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