Umfrage zum Radverkehr in Südstadt-Bult: Die Ergebnisse
Was läuft gut und wo hakt es beim Radverkehr in Südstadt-Bult? Die Rückmeldungen zeigen klare Schwerpunkte: Schlechte Wege, Falschparker, Ampeln, Baustellen und fehlende Abstellplätze. Wir haben die Ergebnisse zusammengefasst.

Vielen Dank an alle, die sich an unserer Umfrage im Frühjahr 2026 zum Zustand des Radverkehrs in Südstadt-Bult beteiligt haben.
Viele Rückmeldungen sind eingegangen, durchweg qualifiziert und mit genau beschriebenen Problemstellen. Hier die Auswertung, sortiert nach Häufigkeit der Nennungen.
1. Der Wegezustand ist an vielen Stellen schlecht
Folgendes wurde berichtet: zu enge Radwege, huckelige Oberflächen, im Straßenraum Kopfsteinpflaster, Flickenteppich und Löcher.
Genannt wurden unter anderem die folgenden Straßen: Geibelstraße, Hildesheimer Straße, Altenbekener Damm, Sallstraße, Jordanstraße und Lutherstraße.
2. Parkende Autos behindern Sicht und Weiterfahrt
- Sichtbehinderung an Kreuzungen und Einmündungen
- Autos auf Radwegen und auf der Fahrradstraße Alte Döhrener Straße
- Lieferverkehr auf Radwegen
- blockierte Überwege
Besonders deutlich wurde das aus Sicht der Familien: Mehrere Antworten beschreiben, dass Kinder an zugeparkten Kreuzungen und Übergängen schlicht nichts sehen können. Kontrolliert wird nach Erfahrung der Befragten viel zu selten, betroffen sind immer wieder dieselben Stellen. Vorgeschlagen wurde unter anderem, das aufgesetzte Gehwegparken nach Bremer Vorbild deutlich einzuschränken.
3. Ampelschaltungen sind nicht radfahrfreundlich
Lange Wartezeiten an Anforderungsampeln, auch dann, wenn weit und breit kein Auto unterwegs ist und fehlende grüne Pfeile für Rechtsabbiegende. Genannt wurden unter anderem die Querung der Marienstraße Richtung Am Südbahnhof, der Döhrener Turm, das Maschsee-Südufer, am NDR und am Bismarckbahnhof.
4. Baustellen
Die Radverkehrsführung an Baustellen ist, wie an vielen Stellen in Hannover, immer wieder eine unbefriedigende Situation für die Radfahrenden.
5. Fehlende Abstellplätze
Die Anzahl der Abstellplätze für Fahrräder ist an vielen Stellen zu gering (genannt wurden der Bereich Annenstr. und NDR großer Sendesaal) und häufig werden diese durch aufgegebene Fahrräder blockiert.
6. Durchgangsverkehr
Die Schlägerstraße wird als Ausweichstrecke zur Hildesheimer Straße genutzt. Die Heinrich-Heine-Straße wird als Abkürzung zum Einkaufszentrum “An der Weide” genutzt.
7. Einzelne Problemstellen
- Querung der Sallstraße zwischen Kortum- und Rautenstraße: mehrfach genannt, unübersichtlich und mit Kindern kaum machbar. Früher gab es dort eine Furt.
- Anna-Zammert-Straße: radfahrunfreundlich bis gefährlich, besonders am Wochenende.
- Kreuzung Sallstraße / Marienstraße
- Querung der Marienstraße auf Höhe Stadtstraße: Fahrzeuge blockieren regelmäßig den Überweg. Ein sehr kritischer Punkt ist die Querung, weil es ein Schulweg ist.
- Geibelstraße / Sallstraße Richtung Geibelplatz: keine direkte Weiterfahrt möglich.
Es gab auch Lob
Gut bewertet wurden:
- Die Veloroute Bischofsholer Damm
- Die Situation Am Südbahnhof, wo das Parkverbot meist eingehalten wird.
- Die Poller an der Kreuzung Birkenstraße / Seilerstraße zeigen außerdem, wie unkompliziert sich Sichtbehinderungen beseitigen lassen.
Genau solche Lösungen hätten wir gern an weiteren Kreuzungen.
Wie es weitergeht
Wir bringen die genannten Problembereiche in den Diskussions- und Forderungsprozess mit Politik und Verwaltung ein. Die Rückmeldungen helfen uns dabei zu zeigen, dass der Veränderungsbedarf weit über unsere Stadtbezirksgruppe hinaus gesehen wird.
Eure AG Radverkehr der ADFC Stadtbezirksgruppe Südstadt-Bult.